Obwohl die Einsamkeit in unseren Gesellschaften zunimmt, zeigen EU-Daten erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Einsamkeit, die nicht allein auf das Alleinleben zurückgeführt werden können.
Für viele ist der Sommer die Zeit für Grillpartys, Festivals und Urlaube mit den Liebsten. Für andere hingegen kann er eine Erinnerung an die Beziehungen sein, die sie sich eigentlich wünschen würden.
Die Vereinten Nationen begehen am 30. Juli den Internationalen Tag der Freundschaft, um die Bedeutung der Freundschaft für den Aufbau von Vertrauen, Solidarität und sozialem Zusammenhalt hervorzuheben.
Für viele Europäer kann die Sommerurlaubszeit jedoch auch Gefühle der Einsamkeit stärker in den Vordergrund rücken. Zwar gibt es keine Belege dafür, dass Einsamkeit an sich im Sommer häufiger auftritt, doch können der Urlaub und die Erwartungen an soziale Kontakte bereits bestehende Gefühle der Einsamkeit deutlicher zutage treten lassen.
Eine stille Krise
Einsamkeit wird zunehmend als Herausforderung sowohl für die öffentliche Gesundheit als auch für die Sozialpolitik anerkannt und wird mit einer schlechteren körperlichen und psychischen Gesundheit, einem geringeren Wohlbefinden und einem höheren Risiko der sozialen Ausgrenzung in Verbindung gebracht. Einsamkeit geht zudem mit einer schlechteren Gesundheit und höheren Sterblichkeitsraten einher, die mit denen von Menschen mit Adipositas vergleichbar sind (hier werde ich einen Link zu Ihrem Artikel einfügen).
Einsamkeit ist jedoch nicht dasselbe wie Alleinsein. Soziale Isolation bezeichnet den objektiven Mangel an sozialen Kontakten, während Einsamkeit ein subjektives Gefühl ist, das entsteht, wenn die Qualität oder Quantität der sozialen Beziehungen einer Person hinter ihren Bedürfnissen oder Erwartungen zurückbleibt.
Mit anderen Worten: Menschen können sich auch dann einsam fühlen, wenn sie von anderen umgeben sind, während sich Menschen, die alleine leben, möglicherweise überhaupt nicht einsam fühlen.
Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Herausforderung durch Einsamkeit hat die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission dasProjekt „Monitoring Loneliness in Europe“ins Leben gerufen, um ein besseres Verständnis für das Ausmaß und die zugrunde liegenden Faktoren zu gewinnen. Die Ergebnisse des Projekts zeigen, dass das Erleben von Einsamkeit nicht nur von individuellen Umständen, sondern auch von übergeordneten sozialen und gesellschaftlichen Faktoren geprägt wird.
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Die Menschen in Ost- und Südeuropa sind einsamer und sozial isolierter als die Menschen in West- und Nordeuropa.
Zwar sind die Unterschiede zwischen den Ländern deutlich erkennbar, doch weisen die Autoren darauf hin, dass diese nicht allzu wörtlich genommen werden sollten. Kulturelle Reaktionsmuster, demografische Unterschiede und mögliche Abweichungen bei der Stichprobenauswahl können alle zu den in Europa beobachteten Abweichungen beitragen.
Mehr als nur allein leben
Eines der häufigsten Missverständnisse in Bezug auf Einsamkeit ist, dass sie lediglich damit zusammenhängt, allein zu leben. Die Daten zeichnen jedoch ein anderes Bild.
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Im Jahr 2025 lebte mehr als ein Drittel der Bevölkerung in der Europäischen Union allein. In Litauen, Dänemark und Finnland beträgt dieser Anteil etwa jeden Zweiten, während er in der Slowakei bei weniger als jedem Zehnten liegt.
Obwohl Einpersonenhaushalte in ganz Europa, insbesondere in Nord- und Westeuropa, immer häufiger vorkommen, sind die Länder mit dem höchsten Anteil an Alleinlebenden nicht unbedingt diejenigen, in denen sich die Menschen am einsamsten fühlen.
Zusammenfassend lässt sich daraus schließen, dass Einsamkeit von weit mehr als nur der Haushaltszusammensetzung geprägt wird: Man kann allein leben und dennoch über ein reichhaltiges Netzwerk an Freunden verfügen.
*Automatisch übersetzter Inhalt von DeepL
- Maria Markus, Nachrichtenagentur Euranet Plus
Ein Folgeartikel mit dem Titel „Was führt zu Einsamkeit?“ ist jetzt verfügbar.


